“Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.” (F. Picabia) 

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Unternehmenskultur

Agile Führungskultur in regionalen Unternehmen Agilität ist in aller Munde. AVL in Regensburg zeigt, wie Agiles Arbeiten Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu Höchstleistung motivieren kann. Ostbayern. Agile Denk- und Arbeitsweisen sind Ausdruck einer derzeitigen Ausrichtung von Unternehmen, die sich für Flexibilität und Marktnähe aussprechen. Agil handelnde Unternehmenskulturen gibt es allerdings schon seit den 1950er Jahren. Streng genommen sind diese Ansätze nicht neu. Neu ist hingegen, dass es immer mehr Unternehmen gibt, die den Begriff der Agilität als Haltung für gutes Arbeiten verstehen. Denn Agilität ist in erster Linie eine Haltung, wie komplexe Aufgaben anzugehen und Lösungen für Probleme entwickelt werden können. Dabei hat die Umsetzung agiler Methoden wenig mit dem Bild zu tun, das man im Kopf hat, wenn man an Google oder Facebook denkt: bunt verspielte, scheinbar chaotische Kreativbüros für Nerds und Freaks. Im Gegenteil: Agiles Arbeiten fordert entgegen vieler Fehleinschätzungen strenge Rahmenbedingungen, Flexibilität und Verantwortungsbereitschaft der Mitarbeiter für das Erreichen und Entwickeln kreativer und vielseitiger Lösungen. Diese werden in sog. Sprints entwickelt und fokussieren besonders den Kundennutzen. Es geht darum, flexibel und schnell auf einen Marktbedarf zu reagieren, die Entwicklungszeiten und -zyklen zu reduzieren und maximale Kundennähe zu schaffen. Der Experte, der diese Leistungen erbringt, ist nicht mehr nur eine Person, wie z.B. ein Projektleiter, sondern es sind ganze Teams, die gemeinsam und mit unterschiedlichen, sich ergänzenden Kompetenzen Lösungen entwickeln. Dabei entstehen die Ideen und Realisationen der Lösungen innerhalb strukturierter Kreativräume. Lösungsarbeit und Ergebnisverantwortung werden somit zur gemeinsamen Teamleistung. Mitarbeiter bringen sich selbstmotiviert ein und entwickeln zugleich schnelle und sichtbare Ergebnisse, die nah am Kunden realisiert werden. In der Konsequenz basieren Entscheidungsprozesse nicht mehr auf Einzeleinschätzungen von Führungskräften, sondern auf demokratischen Entscheidungen von Mehreren, womit sich die größte und beste Lösungsschnittmenge bildet. Verantwortlich für den Prozess - nicht für die Ergebnisse! - sind die Prozessbegleiter, z. B. Scrummaster, die den agil arbeitenden Teams die Räume für den geregelten Ablauf kreativer Methoden ermöglichen und die Teams motivieren. Flache Hierarchien, konstruktive Kritikgespräche, gutes Zeitmanagement sowie ein vertrauensvoller und offener Umgang miteinander sind nur wenige der Voraussetzungen für die effektive Zusammenarbeit agiler Teams. Man beachte, dass nicht alle Prozesse oder Aufgaben in Unternehmen für agiles Arbeiten geeignet sind. So kann es durchaus Sinn machen, mehrspurig zu fahren und sowohl im klassisch, hierarchisch gesteuerten Projektmanagement als auch parallel dazu in agilen Strukturen zu agieren. Der Software-Hersteller AVL in Regensburg praktiziert diese Vorgehensweise aus zwei Gründen: „Wir haben aufgrund hoher Sicherheits- und Qualitätsanforderungen Produkte, die festen ISO-Normen entsprechen müssen, was wir mit klassischem Projektmanagement verfolgen,“ betont Achim Przymusinki. Zugleich will AVL seinen Mitarbeitern den Raum bieten, individuelle Kompetenzen zu verwirklichen. „Mit agilen Methoden können wir allen Mitarbeitern gerecht zu werden,“ so Geschäftsführer Anton Angermaier. „Jeder Mitarbeiter hat persönliche Stärken, die wir dementsprechend berücksichtigen.“  Interessant ist zu beobachten, „dass die Mitarbeitenden, die einmal in agil geführten Projekten gearbeitet haben, meistens gar nicht mehr in die alten Arbeitsprozess- Strukturen zurückwollen“, ergänzt Dominique Louarn-Pioch, die als Scrummaster zwei Teams im Bereich Prozesse, Methoden, Tools betreut und seit ca. 5 Jahren agile Methoden und Projekte gestärkt von der Unternehmensleitung in die Praxis umsetzt. „Agiles Arbeiten fordert uns immer neu heraus und bietet unseren Mitarbeitern zugleich ein vielseitiges, erfahrungsreiches Arbeiten im Team.“